Entschuldung

Viele unserer Bewohner haben, wenn sie zu uns kommen, eine langjährige „Suchtkarriere“ hinter sich. Der Schuldenberg, der sich zwangsläufig über diese lange Zeit der Beschaffung von Drogen und Suchtmitteln aufgebaut hat, ist für sie eine besondere Belastung. Den Teufelskreis Sucht–Verschuldung–Rückfall–erneute Verschuldung können sie alleine nicht mehr durchbrechen.

Aus diesem Grund wird jeder neue Bewohner bereits kurz nach seiner Aufnahme zu diesem Punkt von uns befragt. Damit haben wir die Möglichkeit, uns sehr kurzfristig mit den entsprechenden Gläubigern in Verbindung zu setzen.

Für ein neues, selbstbestimmtes Leben ohne Drogen ist ein schuldenfreier Start eine Grundvoraussetzung. Vor diesem Hintergrund sind wir bemüht, individuelle Lösungen für unsere Bewohner herbeizuführen. Da uns stiftungseigene Mittel nur begrenzt zur Verfügung stehen, sind wir sehr dankbar für die schon seit vielen Jahren bestehende Unterstützung durch den Marianne von Weizsäcker Fonds. Wenn es zu keinem Vergleich kommt, bleibt als einziger Ausweg für den Betroffenen nur die Verbraucher-Insolvenz. Aber auch auf diesem Weg unterstützen und begleiten wir unsere Bewohner, soweit es uns möglich ist. Damit wir unseren Bewohnern optimal helfen können, nehmen die Mitglieder unserer Abteilung Schuldenregulierung regelmäßig an Fortbildungsseminaren teil.