Mitglieder von Synanon

Paritätischer Wohlfahrtsverband

Deutscher Spendenrat
fdr - Fachverband Drogen und Rauschmittel
Synanon bei Facebook
Synanon bei YouTube

Stephan

Aufnahme sofort! - Stephan

1. Stephan, Du bist ein Gesicht unserer Aktion. Was bedeutet das für Dich?

Ich bin ein bisschen stolz darauf, ein Gesicht der Plakataktion 2009 zu sein. Auf diesem Weg kann ich zeigen, was in Synanon möglich ist. Schade, dass es kein Foto von mir gibt, wie ich aussah, als ich 2006 aufgenommen worden bin.

2. Welche Drogen hast Du genommen?  

Ich bin Alkoholiker.

3. Wie alt warst Du, als Du damit angefangen hast?  

Mit 20 habe ich angefangen, regelmäßig zu trinken.

4. Wie hast Du von unserer Suchtselbsthilfe Synanon erfahren? 

Meine Sozialarbeiterin hat mir 2004 von Synanon erzählt. Ich war damals total am Ende und wusste nicht mehr weiter.

5. Mit welchen Vorstellungen bist Du zu uns gekommen? 

Ich hatte überhaupt keine Vorstellung, einfach nur Angst vor der Obdachlosigkeit.

6. Würdest Du diesen Weg, den Du bisher bei uns gegangen bist, noch einmal gehen? 

Diesen Weg würde ich jederzeit wieder gehen. Ab und zu ärgere ich mich, dass ich nicht schon früher zu Synanon gegangen bin.

7. Ist es Dir schwer gefallen, die drei Grundregeln Synanons - keine Drogen, keine Gewalt, kein Tabak - zu akzeptieren? 

Die Einhaltung der drei Grundregeln ist mir manchmal schon schwergefallen. Aber ich hab' sie akzeptiert, weil ich nicht wieder auf die Straße wollte.

8. Welches Ziel verfolgst du im Moment?  

Ich möchte meine Ausbildung erfolgreich abschließen und neuen Leuten helfen in Synanon klarzukommen.

9. Was möchtest Du in Synanon noch erreichen? 

Mein Ziel ist es, ruhiger und gelassener zu werden.

10. Wie wichtig ist für dich die Gemeinschaft und der Austausch mit Gleichgesinnten?  

Die Gemeinschaft ist sehr wichtig für mich. Ich brauche Menschen um mich herum mit denen ich auch reden kann, die meine Probleme verstehen und sich in meine Lage versetzen können.

11. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? 

Früher hab ich immer geglaubt, dass es für mich keine Zukunft mehr gibt, dass mein Leben gelaufen ist. Jetzt weiß ich, dass es noch eine Perspektive für mich gibt. Ich mach' jetzt erst einmal meine Ausbildung fertig und dann seh' ich weiter. Eins weiß ich, ich möchte nicht mehr saufen ...!